Mein Alltag in der Fundación

Ich liebe meine Arbeit! Auch wenn manche Aufgaben vielleicht mal etwas einseitig sind (wie das Archivieren von den Unterschriften von 125 Eltern über ihre Kenntnisnahme, dass am Nationalfeiertag keine Schule ist), sehe ich meinen eigentlichen Sinn hier doch in einem anderen Bereich: in den Pausen, beim Mittagessen, bei den gemeinsamen Nachhausewegen…

Langsam fangen die Auszubildenden an, mir zu vertrauen, da ich irgendwo dazwischen stehe: ich trage die Uniform der Ausbilder, aber habe das Alter der Auszubildenden. Deswegen ist ihre Hemmschwelle geringer, mit mir in der Pause Englisch zu sprechen (besonders, da ich ja auch noch viele Fehler mache, wenn ich Spanisch spreche und auch mein Englisch noch definitiv verbesserungswürdig ist) und wir haben begonnen, beim Mittagessen einen “mesa de inglés” einzuführen, an dem man nur noch Englisch spricht.

Viele von ihnen Frage ich auch nach ihrer Motivation, warum sie in der Fundación sind, und eigentlich immer bekomme ich dieselbe Antwort: um meiner Mutter/ meiner Familie zu helfen.

Als mir ein Junge dann zum Beispiel erzählt hat, dass er am Wochenende nicht gelernt hat, weil er zu faul war, habe ich ihm vorgeschlagen, dass er nächstes Mal vielleicht motivierter sei, wenn er sich vornimmt, nicht nur für sich, sondern für seine Mutter zu lernen. Ich glaube, ich konnte ihn ein bisschen zum Nachdenken anregen…

Was ich sagen wollte

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