Es geht auf Reisen

Die Tatsache, dass viele Auszubildende bis jetzt noch nicht viel von ihrem eigenen Land gesehen haben und zum Teil nicht einmal die Nachbarstadt kennen, hat mich besonders zu Anfang sehr überrascht und nachdenklich gestimmt.

Aber es leuchtet mir ein: Reisen kosten Geld und darüber hinaus braucht man am besten noch Freunde, die einen begleiten und sich ebenfalls die Reise leisten können. Diese Erfahrung hat mir auch vor Augen geführt, wie naiv man in manchen Sachen doch ist. In Deutschland habe ich alleine schon über die Schule England, Spanien, Italien und diverse deutsche Städte und Dörfer (bevorzugt im Sauerland) besichtigen können – welcher Luxus! Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Reisen nicht unbedingt teuer sein muss. Besonders, wenn man in einer Stadt wie Managua lebt, wo man Vulkane, Lagunen, Berge und tropische Wälder quasi direkt vor der Haustür hat. Also habe ich einen Ausflug zu dem (auch unter Nicas) noch relative unbekannten Aussichtspunkt “Ventarrón” organisiert, den mir ein Freund einige Wochen zuvor gezeigt hatte.

 

Und tatsächlich: Um Punkt halb neun (alleine das ist schon eine wirkliche Leistung. Bei privaten Treffen ist eine Stunde Verspätung und mehr keine Seltenheit) waren 26 Auszubildende und ein Lehrer, der mich bei meinem Vorhaben unterstützt hat, anwesend und die anderthalb stündige Wanderung konnte beginnen. Am Aussichtspunkt angekommen wurde erst einmal gepicknickt und ausführlich die wunderschöne Kulisse mit dem Masaya Vulkan und der Lagune im Hintergrund genutzt, um zahlreiche Selfies zu machen. Auch wenn einige Auszubildenden für den letzten Teil des Rückweges ein “Motortaxi” (kleine Fahrzeuge, in denen man sich kostengünstig und bequem innerhalb eines Viertels transportieren lassen kann) genutzt haben, war der Ausflug doch sehr sportlich und ich bin mir sicher, dass die Mehrheit in der Nacht sehr gut schlafen konnte;-)

Was ich sagen wollte

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