Mein letzter Tag in der Stiftung

Jetzt ist also ein Jahr her, dass ich hier in Costa Rica angekommen bin. Ich kann mich erinnern, dass mir in den ersten Tagen in der Stiftung alles sehr fremd vorkam. Nun sehe ich, wie die neue Freiwillige Ronja für die Generation 2019/2020 sich hier einleben muss. Anfangs steht man alleine zwischen dem Kollegium, das ein eingespieltes Team ist, und den ganzen Auszubilden, das sind super viele neue Gesichter. Alle um einen herum reden Spanisch gemischt mit einem Tico-Slang, sodass man am Ende des Tages völlig erschöpft nach Hause kommt und sich denkt, ok, hier soll ich also dazugehören? Und jetzt nach einem Jahr steige ich morgens mit den Auszubildenden in den Bus und habe mit ihnen so viel zu lachen, dass sich andere nach uns umdrehen. Angekommen in der Fundación, steht man morgens mit ein paar Kollegen zusammen und quatscht über die neuesten Geschehnisse.

Ich habe bei der Arbeit unglaublich viel gelernt, über die Kultur in Costa Rica, über das Arbeitsleben generell, und vor allem habe ich viel von den Auszubildenden gelernt, wenn sie mir von ihren Lebensgeschichten erzählten. Ich bin dankbar, diese Erfahrungen sammeln zu können.

Die Samuel-Stiftung betreibt in Costa Rica ein Ausbildungsprojekt, das ich sehr bewundere. In nur eineinhalb Jahren lernen die Auszubildenden ihr Fachwissen je nach Spezialisierung, sie lernen, sich ihre Ziele zu setzen und dafür zu kämpfen. Professionell verlassen sie die Stiftung, unglaublich diszipliniert und vorbereitet für das Arbeitsleben. Zurück lassen sie eine wunderschöne gemeinsame Zeit mit den Klassenkameraden, vor allem das Gefühl einer Großfamilie in der Administrationsgruppe wird mir sehr fehlen.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde den Alltag in der Stiftung sowie die Auszubildenden und die Kollegen sehr vermissen. Ich bedanke mich für das schöne Jahr voller einzigartiger Momente und für alles, was ich während meiner Zeit hier lernen konnte.

Mit den Kollegen Alfonso, Maura und Marjorie

Was ich sagen wollte

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